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Audiobeiträge des Digitalen Heimatmuseum's


 

Mit dem Radio- und Fahrradgeschäft war es nicht gut gegangen. Dafür startete Hermann Uhlhorn 1957 eine Karriere auf Bremens sündiger Meile an der Nordstraße. Voraussetzung für seinen Aufstieg zum Geschäftsführer: Der Mann musste schlagkräftig sein.

Das waren noch Zeiten: Da feierte man ein Jubiläum, als der hundertste Container umgeschlagen wurde. Hans Jacob arbeitete damals beim Schiffsmakler Dauelsberg. Er erinnert sich, wie misstrauisch auch die Bremer Hafenwirtschaft der "amerikanischen Kiste" anfangs gegenüberstand. Und was damals alles schief gehen konnte.



Karl Haupt berichtet über seine beruflichen Anfänge in den 1950er Jahren. Das Wirtschaftswunder hatte bereits begonnen und der florierende Hafenbetrieb lockt ihn mit schnell verdientem Geld. Doch sein Vater besteht darauf, dass er in die Lehre geht. So wird er Laborantenlehrling bei der Koffein Kompanie.

 

 


"Vererbte Solidarität", das war die Stärke der Belegschaft der AG Weser. Es fanden sich sogar Leute aus den eigenen Reihen in der Bürgerschaft - heute kaum noch vorstellbar. Heinz Rolappe schildert hier lebhaft die politische Atmosphäre auf der Werft.


Plündernd und mordend war die Bremer SA in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 durch die Stadt gezogen. Fünf jüdische Mitbürger wurden ermordet, die Synagoge im Schnoor in Brand gesetzt. Die zweite Synagoge - in Aumund - hatten die Rollkommandos offenbar vergessen.

Stundenlang unter Wasser gehalten und sie entzünden sich an der Luft trotzdem wieder. Die Rede ist von brennenden Baumwollballen. Diese oder Fischmehlbrände auf Schiffen bedurften spezieller Brandbekämpfung.

Heute erinnert nur noch eine kleine Straße daran, dass hier einmal die mächtige AG Weser war. "Use Akschen" heißt die Straße, genau so, wie die Werft nicht nur von den Werftarbeitern genannt wurde. Sie ist ein Bremen-Mythos, ähnlich wie der Norddeutsche Lloyd oder Borgward. Alle längst untergegangen. Das Ende der AG Weser kam 1983. Am 31. Dezember machten die Tore für immer dicht. Der Anfang vom Ende aber, meint Wolfgang Walter, ehemaliger Leiter der Projektabteilung der AG Weser, begann schon viel früher.

Im Zuge ihres "Pflichtjahres" arbeitete Gerda Vogel 1942 als 16-Jährige auf einem Hof im Bremer Umland. Harte Arbeit, Heimweh, Leben mit der Bauersfamilie – und zwei Franzosen, die als Zwangsarbeiter auf dem Hof sind.

1980. Nichts ist so normal wie eine Waschmaschine. Aber Else Bruns wäscht immer noch von Hand auf ihrem Waschbrett. Bis sie auf ihre alten Tage doch noch mit der Mode geht und sich eine Waschmaschine gönnt. Aber nicht irgendeine: Es muss schon der "Mercedes unter den Waschmaschinen" sein.
Fidi Bruhns erzählt von seiner Mutter und ihrer ersten Miele.

Das Seemannsheim der Deutschen Seemannsmission liegt im Stephaniviertel, ein Klinkerbau von 1955. Heute ist es eine kleine Pension für alle, die auf Durchreise sind: egal ob Seeleute oder nicht. Früher kamen hier keine Landratten unter. In den 1960er Jahren, als im Hafen Hochbetrieb war, es Tage brauchte, um ein Schiff zu löschen. Als die Seemänner auf eine neue Heuer warteten und hier die Zeit totschlugen. Und das war selbst dem Seemannspastor oft zuviel.

 

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