||| Audio Themen |||

Audiobeiträge des Digitalen Heimatmuseum's


Fragen Sie mal einen Bremer, was ein Küper ist: Da fällt ihm wahrscheinlich ein, das habe was mit dem Hafen zu tun. Jan Klinckradt hat diesen Beruf 1957 im Schuppen 14 erlernt, bei der altehrwüdigen Bremer Handelsfirma Bachmann - gegründet 1775. Heute besitzt er selbst einen Hafenbetrieb, der das seinerzeit erworbene Wissen mit der Neuzeit verknüpft.

Als Frau Jacke in den 60er Jahren in der Rolandmühle zu arbeiten begann, sprach man nicht über die Zwangsarbeiter in der Zeit des Nationalsozialismus. Oder man wollte es vergessen. Aber dort traf sie auf einen älteren Kollegen, der aus freien Stücken und mit Einfühlung über das Schicksal dieser Verschleppten sprach.

Zwischen Millionären und Kleinbürgern

Familie Jacoby lebte vom Ofensetzen und dem Handel mit Öfen. Irgendwann in den Zwanziger Jahren, etliche vermögende Familien hatten in der Weltwirtschaftskrise ihre Häuser zu Geld machen müssen, konnte die Familie aus der Frühlingsstraße im engen Rembertiviertel an den noblen Osterdeich umziehen. Hier lernte Tochter Jacoby den Reichtum der Schulfreundinnen kennen.

Tristesse im Überseehafen.  Das alte Hafenkonzept war an seine Grenzen gestoßen. Nach dem Aus des "Vulkan" drohte die nächste Katastrophe: ein asiatischer Investor prüfte den Kauf der altehrwürdigen Bremer Lagerhausgesellschaft. Heinz Bamberger gestaltete den Wandel zum internationalen Logistikkonzern mit.
 

1932 gründeteten sich in Thüringen die Deutschen Christen, als nationalsozialistischer Ableger der protestantischen Kirche. Im Sinne der NS-Ideologie strebten sie eine Gleichschaltung religiöser Organisationen an. In den ersten Jahren nach Hitlers’ Machtergreifung schlosen sich viele Gemeinden dem neuen Dachverband an. Auch in Bremen trieben die Deutschen Christen unter Führung des Dompastors Weidemann die Eingliederung voran. Friedhelm Denkhaus, neuer Pastor in Immanuel, musste sich für den zukünftigen Weg seiner Gemeinde entscheiden. Sein Bekenntnis zur Trennung von Staat und Kirche kam schnell – und blieb erwartungsgemäß nicht ohne Folgen. Und auch der Krieg selbst sollte die Immanuel-Gemeinde auf eine harte Probe stellen. 

Syndicate content