1944 ausgebombt. So zieht Frau Spychala mit ihrem Mann und dem übrig gebliebenen Hab und Gut ins Gartenhaus, Zaunkönigweg 8. Nach Kriegsende wird daraus ein Kaisenhaus. Langsamer Aufbau: Berechtigungsschein fürs Steineklopfen in zugeteilten Trümmern, 'angeflickte' Anbauten nach und nach, pinseln statt tapezieren - alles neben ihrer Arbeit im Krankenhaus. Irgendwann kommt Strom und damit auch Herd und Kühlschrank – 'auf abstottern'. Die Wasserleitung, erst 1960, in Selbsthilfe. Ein Graben muss geschaufelt werden, der Mann schon krank - also gräbt sie: "Die Gummistiefel an und dann rin in die Erde", zusammen mit dem Nachbarn.
Nach den Kriegsjahren. Einschulung in der stehen gebliebenen Schleswiger Schule im Oktober 1945. Auch die Kinder der Kaisenhausbewohner in der Waller Feldmark gehen hier zur Schule. Eng war es auf den Schulbänken, zu viele Schüler für zu wenig Lehrer. Aber den Luxus der Duschen gab es und die Schulspeisung – eine echte Hilfe, wie die ehemalige Schülerin sagt. In einer Zeit, in der es ansonsten nur wenig gab.